Do 18.04.24

Rigoletto

Oper von
Giuseppe Verdi

Giuseppe Verdis Oper basiert auf Victor Hugos Drama Der König amüsiert sich, das nach einmaliger Aufführung 1832 in Paris sofort verboten wurde und 50 Jahre lang nicht gespielt werden durfte. Verdi war bewusst, dass Ärger mit der Zensur vorprogrammiert war. Dennoch gelang es ihm, seine Oper ohne wesent­liche Eingriffe in die Dramaturgie Victor Hugos 1851 zu einer umjubelten Premiere zu führen.
Nach der beispiellosen Erfolgsgeschichte von Verdis Oper, ist es gar nicht so leicht, den Skandal heute noch zu entdecken. Jossi Wieler und Sergio Morabito gehen der Frage nach der gesellschaftlichen und politischen Radikalität des Hugoschen Diskurses in seiner Verdischen Brechung nach :
Der Herrscher ist ein jugendlicher Libertin, der nur dem Rausch und dem Vergnügen lebt. Als politisches Subjekt lässt er sich von seinem Hofnarren vertreten, der am Hof ein Terrorregime errichtet. Das Scheitern zentraler Forderungen der Französischen Revolution ( „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ ), der Aufstieg und Fall Napoleons, die neu aus der Juli-Revolution hervorgegangene kapitalistische Machtelite und deren Korruption, all das bündelt Hugo im Zerrspiegel seines Dramas zu einem finsteren Endspiel. Die Geschichte erstarrt zur Groteske. Statt des Tyrannen mordet die Revolution in Gestalt eines Narren ihre eigenen Kinder.

Produktion
Staatsoper Stuttgart
Musikalische Leitung
Nil Venditti
Regie & Dramaturgie Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne Bert Neumann
Kostüme Nina von Mechow
Licht Lothar Baumgarte
Chor Bernhard Moncado

Mit Kai Kluge, Joseph Tancredi, Devid Cecconi, Jacobo Ochoa, Aleksander Myrling, Goran Jurić, Beate Ritter, Itzeli Jáuregui

Staatsopernchor Stuttgart,
Staats­orchester Stuttgart

 

> Veranstaltungsort
Opernhaus Stuttgart